Combi D – Tipps zur Vermeidung von Verrußung

Es gibt Möglichkeiten den Brenner der Combi Diesel vor Verschmutzung und Verrußung zu schützen.

Im Gegensatz zur Combi Gas, deren Energieträger nahezu rückstandslos verbrennt, können sich bei der Combi Diesel während der Nutzung Rückstände bilden und absetzen. Dieses geschieht vor allem im Teillastbetrieb.

Unter Teillastbetrieb versteht man eine dauerhaft niedrige Leistungsstufe, die hauptsächlich zur Temperaturerhaltung genutzt wird.

Grund für die Bildung von Rückständen ist die geringe Brennraumtemperatur, die im 2kW Betrieb vorliegt. Unverbrannte Kraftstoffe aus der Dieseleinspritzung legen sich dann als Rußpartikel auf die Bauteile der Brennkammer ab.

Beim nächsten Startvorgang verbrennen diese Rückstände. Das seht ihr an einer Qualmentwicklung außen am Kamin. Wenn die Combi D also langfristig nur im Teillastbetrieb läuft, kann eine Verkokung an den Bauteilen der Brennkammer entstehen –> Die Heizung geht auf Störung.

Vergleichbar ist das mit dem Kurzstreckenbetrieb eines Diesel-PKW. Wenn der Motor hier nicht richtig heiß wird, ist das ebenfalls auf Dauer schädlich.

So wie ihr mit dem Diesel-PKW auf die Autobahn fahrt, um den Motor freizubrennen, ist es bei der Combi D ebenso erforderlich, den Brennraum über einen längeren Zeitraum aktiv zu halten.

Das erreicht ihr, indem ihr die Warmwasserbereitung auf Hot/60°C einstellt. Sobald ihr am Bedienteil erkennt, dass die Temperatur erreicht ist, lasst ihr das heiße Wasser vollständig aus dem Boiler ab. Kaltes Wasser strömt nach und die Heizung ist gezwungen, den Brenner sofort wieder zu starten. Dieses Prozedere wiederholt ihr, bis eine Stunde vergangen ist. 

Tipp: Das Wasser muss nicht weggeschüttet werden. Fangt es einfach auf, lasst es abkühlen und füllt es dann wieder in den Frischwassertank. 😉

Wird die Heizung nur für eine Urlaubsfahrt von 2 Wochen benötigt, führt ihr das Prozedere bitte am Ende des Urlaubs durch. Wird die Heizung mehr oder weniger genutzt, passt ihr das Intervall einfach entsprechend an.

10 thoughts on “Combi D – Tipps zur Vermeidung von Verrußung

  1. Hallo,
    in unserem Mobil wurde im Oktober letzten Jahres die Brennkammer getauscht, und vom Service-Mitarbeiter vor Ort gesagt, dass man die Heizung auf Vollast laufen lassen soll um die Brennkammer frei zu brennen.
    Die neue Variante und die Erklärung dazu, kann ich nachvollziehen, und werde es versuchen.

    Meine anschließende Frage wäre noch, ob, und in welchem Intervall, man die Kammer auch frei brennen muss, wenn man, wie jetzt im Sommer nicht heizt, sondern nur ab und zu warmes Wasser erzeugt.

    Freue mich auf eine kurze Antwort,

    freundliche Grüße

    • Hallo Matthias,

      Vorbeugung ist hier wirklich der beste Weg. Daher sollte das regelmäßige Durchführen des Prozederes einfach zum Urlaubsabschluss dazu gehören. Wir freuen uns, dass du diese Variante in Zukunft nutzen wirst.
      Bezüglich des Intervalls ist es tatsächlich nicht so einfach zu sagen. Es hängt einfach davon ab, wie die Combi genutzt wird. Also wenn Du sie 24h am Tag durchlaufen lässt um das Warmwasser zu erhalten, ist das Prozedere schon nach ca. 2 Wochen sinnvoll. Wird die Combi nur dann gestartet, wenn Du Wasser benötigst und danach schaltest Du sie wieder aus, kannst Du das Intervall entsprechend vergrößern.

      Hier kommt es tatsächlich nicht auf die insgesamte Laufzeit der Heizung, sondern auf das Brenner-Regelverhalten an (2kW, 4kW, 6kW oder aus). Und dieses variiert einfach je nach Einstellung, Temperatur und Nutzung.

      Viele Grüße
      Magdalena
      -Service Center-

  2. Hallo, habe am Samstag meine erste Ausfahrt mit dem neuen Wohnmobil unternommen. Nach ca. 15 km schaltete sich die CP Plus ab, es folgte ein Piepton von ca. 1 Minute, Zeit war weg. Musste Zeit wieder einstellen. Nach ca. 100km wiederholte sich dieser Vorgang alle 5 Minuten und parallel schaltete sich das Navi dazu ab und an. Am Ziel angekommen war dann die Aufbaubatterie komplett leer, trotz Solar und es ging kein Kühlschrank, Wasserpumpe etc. mehr. Haben uns zur sofortigen Rückkehr entschieden. Nach der Ankunft zu Hause am nächsten Morgen,
    Batterie wieder voll und alles läuft wieder normal. Frage nur wie lange? Hat jemand eine Idee. Vielen Dank!
    Grüße
    Lothar Götz

      • ..auch der spricht für ein Spannungsproblem. Genauer ein Verbindungsproblem zwischen Heizung und Bedienteil. Wenn also die Heizung nicht bestromt und damit nicht erreichbar ist, zeigt das das Bedienteil mit W255H an.

    • Hallo Lothar,

      das klingt auf jeden Fall nach einem Spannungsproblem. Deswegen verliert das CP plus die eingestellt Uhrzeit. Woher der Piepton kommt ist fraglich. Unser CP plus kann keine Töne von sich geben. Also vielleicht eine Warnmeldung eines anderen Gerätes (Pumpe, etc.)
      Ist sichergestellt, dass die Aufbaubatterie während der Fahrt über die Lichtmaschine versorgt wird?
      Am besten du sprichst mit einem Händler, damit dieser die Installation der Batterie prüfen kann. Vielleicht hat aber auch jemand aus der Community einen weiteren Tipp für dich.

      Viele Grüße
      Magdalena
      -Service Center-

  3. Hallo
    Habe am Montag mein neues Wort bekommen und d bin nun ohne Heizung und Warmwasser unterwegs,bekomme M installiert Paneele die Fehlermeldung E633H.Die ist in der Beschreibung nicht vorhanden.Hat jemand eine Lösung für mich?

    • Hallo Max,

      die Meldung E633H deutet auf ein Problem in der 12V Spannungsversorgung hin. Bitte prüfe den Ladezustand der Batterie. Wenn das Fahrzeug in einem Womo oder Kastenwagen verbaut ist, kannst du auch mal versuchen den Motor zu starten. Die Lichtmaschine lädt dann die Batterie auf. Verschwindet der Fehler dann, ist die Ursache klar.

      Viele Grüße
      Magdalena
      -Service Center-

  4. Das verstehe ich nicht, beim Wasserbetrieb läuft die Heizung doch nur im 2 kw Betrieb, (Teillast) und dann entsteht doch die Verkokung. M. E. müsste die Heizung auf 6 kw für eine Stunde laufen, also 30 Grad einstellen und alle Fenster/ Türen auf, damit sie nicht abschaltet.
    Bitte um logische, für mich nachvollziehbare Erklärung, warum wie oben beschrieben, die Verkokung im Teillastbetrieb weggebrannt werden soll.

    • Hallo Jürgen,

      gute Frage – ich versuche es etwas bildhafter zu beschreiben.
      Die drei Regelstufen der Heizung (2kW, 4kW, 6kW) kann man sich als unterschiedlich lange Flammen vorstellen. Die Brennkammer sitzt waagrecht in der Heizung.
      Wenn die Flamme in der 2kW Stufe brennt, ist die Flamme deutlich kürzer, als in der 6 kW Stufe. Diese kurze Flamme ist auch die Stelle, an der erfahrungsgemäß die Verkokung durch Teillastbetrieb entsteht. Wir wollen also mit dem beschriebenen Vorgehen erreichen, dass genau diese vordere Stelle ausreichend erhitzt wird, um Rückstände zu verbrennen. Die höchste Temperatur ist immer an der Flammenspitze, also soll diese möglichst nah an der Verkokung sein –> 2kW Modus. Und diesen einfach länger erhalten, als die Heizung es sonst tun würde, damit die abgesetzten Rückstände freigebrannt werden.
      Würden wir die Heizung in die 6kW Stufe zwingen ist die Flamme zu lang, die Flammspitze sitzt deutlich weiter entfernt und damit ist auch die höchste Temperatur an einer anderen Stelle als gewünscht.

      Viele Grüße
      Magdalena
      -Service Center-

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